Familie: Saiteninstrumente
Foto: Stra2caster, Atlantictire, Public domain, Wikimedia Commons
Musik des 20. Jahrhunderts ist ohne E-Gitarre kaum vorstellbar. Tonabnehmer – mit dünnem Draht umwickelte Magnete – wandeln die Schwingung der Saiten in ein elektrisches Signal um, und der Verstärker entscheidet, wie die Gitarre am Ende klingt.
Kurze Geschichte
In den 1930er-Jahren hatten Jazzgitarristen ein einfaches Problem: In der Big Band hörte sie niemand. Die Antwort waren die ersten Gitarren mit Tonabnehmern, etwa die Gibson ES-150 von 1936, die Charlie Christian spielte – der Mann, der zeigte, dass die Gitarre Soli spielen kann wie ein Saxophon. 1950 brachte Leo Fender eine Massivkorpus-Gitarre heraus, heute als Telecaster bekannt; 1952 folgte die Gibson Les Paul, 1954 die Stratocaster. Diese drei Modelle prägen die Form der E-Gitarre bis heute.
Wissenswertes
- Der Humbucker wurde in den 1950er-Jahren bei Gibson entwickelt, um das Brummen von Single-Coils zu unterdrücken. Nebenbei gab er der Gitarre einen dickeren, wärmeren Ton, in den sich der Hard Rock verliebte.
- Verzerrung – der „schmutzige“ Sound – war anfangs ein Fehler. Musiker merkten, dass ein übersteuerter Verstärker aggressiver klingt, und machten es bald mit Absicht.
In Rock und Jazz
Im Rock ist die E-Gitarre die Königin: Chuck Berry, Jimi Hendrix, Jimmy Page, Eddie Van Halen und Slash prägten den Sound ganzer Generationen. Im Jazz bevorzugt man Hollow-Body-Gitarren und einen klaren, runden Ton – hör dir Wes Montgomery, Joe Pass oder Pat Metheny an.
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