Die Squier Showmaster ist offiziell meine zweite, eigentlich aber meine erste E-Gitarre – auf ihr habe ich spielen gelernt. Sie ist außerdem die einzige E-Gitarre, die ich je in einem Musikgeschäft gekauft habe.
Der Kauf 2003
Ich habe sie 2003 gekauft. Sie kostete 820 Złoty, aber ich bekam einen kleinen Rabatt und für diesen Preis noch einen Fender-Baumwollgurt dazu, der bis heute an ihr hängt. Squier ist die günstige Marke von Fender.
Die Gitarre ist nicht ganz schwarz, sondern schwarz-metallic und funkelt mit tausenden silbernen Partikeln. Sie sieht großartig aus.
Woraus sie besteht
- Korpus: Agathis
- Griffbrett: Palisander
- Hals: höchstwahrscheinlich Ahorn
Agathis – wirklich „billiges Mahagoni“?
Agathis ist ein exotisches Holz, vor allem aus Asien. Es wurde viel darüber geschrieben: „billiges Mahagoni“, Holz für Arme, es klinge dumpf und schwinge nicht. Im Internet liest man, Agathis-Gitarren seien für Einsteiger nicht zu empfehlen.
Aber was ist daran schlimm? Nicht jeder kann sich sofort eine Mahagoni-Gitarre oder ein teures Instrument leisten. Und es ist immer noch besser als Sperrholz. Hör dir das Video an – die Gitarre hängt an einem Roland Cube 20 XL – und urteile selbst, ob man sich schämen muss. Meiner Meinung nach ist Agathis völlig in Ordnung.
Haltbarkeit nach 20 Jahren
Die Gitarre wird bald 20 Jahre alt, und abgesehen von der Ausgangsbuchse (ersetzt durch eine Neutrik) wurde an der Elektronik nie etwas gemacht. Alles funktioniert, Poti und Schalter arbeiten leise und präzise. Die Hardware korrodiert kaum, die Mechaniken laufen.
Die einzige Schwäche war die Qualität der Bünde – nach einem schnellen Abrichten sind sie aber super, mit niedriger Saitenlage.
Fazit
Squier-Gitarren unterscheiden sich von Exemplar zu Exemplar: Mal erwischt man eine schlecht montierte, mal erweist sich dasselbe Modell als großartig. Wer jedoch eine günstige Gitarre zum Lernen sucht, ist mit der Showmaster gut bedient.
